KinderWissen (Foto: ©Klartext Verlag, Friedeberg)

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Fragen und Antworten für Besserwisser

Neue Gedankenräume erobern.

Wie viel steckt in einem Kürbis?

Gerade hatte der Kürbis seinen Starauftritt als Fratze bei Halloween. Doch der Kürbis kann noch mehr. Er ist reich an Nährstoffen, hat aber wenig Kalorien. Er enthält zum Beispiel sehr viel Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandeln kann. Vitamin A ist wichtig für Augen, Haut und Schleimhäute. Außerdem enthält der Kürbis Mineralstoffe wie Kalium.

Verwandt ist er mit der Melone oder Salatgurke. Ursprünglich heimisch war er in Mittel- oder Südamerika. Dort wurde er schon vor 8000 Jahren angebaut. Durch die Entdeckung Amerikas verbreitete er sich ganz schnell in der ganzen Welt. Hast du schon einmal Kürbis gegessen? Probiere doch mal zusammen mit deiner Familie folgendes Suppenrezept aus.

Du brauchst dafür nur einen Hokkaido-Kürbis, 3 mehlig kochende Kartoffeln, 1 Zwiebel, Crème fraîche und 1 Liter Gemüsebrühe. Kartoffeln schälen, beim Kürbis die Kerne entfernen und alles in kleine Würfel schneiden. Zwiebel häuten, schneiden und mit Butterschmalz dünsten. Die Kürbis- und Kartoffelwürfel dazugeben, mitdünsten. Dann heiße Brühe aufgießen, aufkochen und zugedeckt bei schwacher Hitze in 15 Minuten weich garen, pürieren. Crème fraîche unterrühren. Dann würzt du ganz nach deinem Geschmack: Salz, Pfeffer, Koriander, Cayennepfeffer? Lecker! Ganz nebenbei hast du dabei noch entdeckt, dass man die Schale mitessen kann.

Autor: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 11. November 2017)

Rückschau

Warum träumen wir beim Schlafen?

04.11.2017

Und, was hast du heute Nacht geträumt? Weißt du das noch? Vielleicht hast du dich ja auch schon einmal gefragt, woher deine nächtlichen Abenteuer kommen.

"Was jemand in seinem Traum erlebt, kann man als Forscher nicht direkt beobachten. Der Träumende kann uns auch nur im Wachen vom Traum erzählen, währenddessen schläft er ja", erklärt Professor Frank Eggert vom Institut für Psychologie an der TU Braunschweig. "Man kann aber während des Schlafes die Hirnaktivitäten messen. Dann sieht man, dass die verschiedenen Wahrnehmungszentren im Gehirn - wie beispielsweise das Sehzentrum - immer wieder aktiv sind."

Das Gehirn tut also so, als würde man etwas sehen, obwohl die Augen geschlossen sind. So schafft es das Gehirn, auch im Traum eine Außenwelt zu erzeugen, die es eigentlich gar nicht gibt. Zugleich werden bestimmte Bereiche gehemmt. Wenn wir während eines Traums rennen, liegen wir zwar oft nicht seelenruhig im Bett, aber wir rennen natürlich nicht wirklich. Und auch unser Gedächtnis wird "gehemmt", sodass wir uns an unsere Träume häufig nur kurz nach dem Aufwachen erinnern können.

Aber warum träumt man überhaupt? Forscher sind sich hierzu nicht ganz einig: "Die Psychoanalytiker meinen, aus Träumen etwas über verborgene Wünsche erfahren zu können. Biopsychologen weisen darauf hin, dass Träumen für das Lernen wichtig ist. Aber vielleicht ist dem Gehirn nachts auch einfach nur langweilig."
Die Experten rätseln.

Autor: Maria Frommhold
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 04. November 2017)

Hat der Seeigel Feinde?

28.10.2017

Kannst du dir vorstellen, dass die stachelbesetzten Seeigel überhaupt Feinde haben? Die Stacheln sitzen auf stabilen Platten, die fast den ganzen Körper umhüllen. Mit den Stacheln kann sich der Seeigel verteidigen und auch vorwärtskommen. Außerdem haben die Seeigel zwischen den Stacheln Saugfüßchen zum Fortbewegen und kleine Zangen. Mit den Zangen reinigen sie ihren Körper, verteidigen sich gegen Angreifer und sammeln auch Nahrung ein. Der Mund mit fünf kräftigen Zähnen liegt auf der Unterseite. Mit diesen weiden viele Seeigelarten Algen ab. Seeigel kommen in allen Meeren vor.

Viele Räuber wollen gerne das weiche Innere fressen. Krebse brechen beispielsweise die Stacheln ab und knacken dann den Panzer auf. Viele Schnecken wie die Helmschnecken haben es ebenfalls auf Seeigel abgesehen. Sie produzieren jede Menge Schleim, um die Stacheln und Zangen zu verkleben. Und dann bedienen sie sich sogar der Chemie, um den Seeigel fressen zu können. Sie bohren mit Hilfe von Schwefelsäure ein Loch in den Panzer. Auch Seeotter fressen Seeigel. Sie schlagen die Seeigel mit Steinen auf. Stabile Räuber-Beutebeziehungen sind für die Meere wichtig. Gibt es zu viele Seeigel, werden sie zur Plage. Sie weiden dann zu viele Algen und ganze Tangwälder ab. Gibt es zu wenig, fehlt eine wichtige Nahrungsquelle für viele Tiere.

Ein Roter Pazifik-Seeigel fährt seine Stacheln aus.

Autor: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 28. Oktober 2017)

Alles über Schulbücher

21.10.2017

In der Schule lernen wir mit Schulbüchern, ganz klar. Aber wer bestimmt überhaupt, was da drinsteht und sahen Schulbücher schon immer gleich aus?

Im Georg Eckert Institut (GEI) für Schulbuchforschung in Braunschweig gibt es die größte Schulbuchbibliothek der Welt. Hier stehen 176 000 Schulbücher aus 173 Ländern. Das GEI sammelt Schulbücher der Fächer Geschichte, Religion, Geografie und Sachkunde. Eckhardt Fuchs, der Direktor des GEI, erklärt, warum die Erforschung von Schulbüchern so wichtig ist: "Schulbücher bestimmen, was wir über die Welt wissen und wie wir uns unsere Meinung bilden. Sie haben also einen großen Einfluss auf die gemeinsamen Werte in unserer Gesellschaft."

Das Aussehen von Schulbüchern hat sich in den letzten 150 Jahren sehr verändert. Früher gab es nur Texte zum Auswendiglernen und gar keine Bilder - das sieht heute anders aus. "Ein Schulbuch der vier genannten Fächer wird im Durchschnitt 5-7 Jahre benutzt. Danach ist es schon veraltet, weil es neues Wissen gibt oder manche Ereignisse die Welt verändern, zum Beispiel bei wichtigen politischen Entwicklungen", so Herr Fuchs.

Was in Schulbüchern steht, bestimmen die Bildungsministerien der Bundesländer. Die entwickeln gemeinsam mit Wissenschaftlern und Lehrern einen Plan, was die Schüler lernen sollen. Der dient als Grundlage für Schulbuchverlage.

176.000 Schulbücher stehen im Georg-Eckert-Institut.

Autor: Maria Frommhold
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 21. Oktober 2017)

Warum sind die Pinguine schwarz und weiß?

14.10.2017

In vielen Zoos könnt ihr Pinguine beobachten. In der Natur kommen sie nur auf der Südhalbkugel der Erde vor. Sie gehören zu den Vögeln, können aber nicht fliegen.

Das müssen sie auch nicht, denn sie können extrem gut schwimmen. Dazu trägt auch die stromlinienförmige Körperform bei. Trotzdem hat der Pinguin viele Feinde wie Robben, Haie, Schwertwale, Raubmöwen oder Riesensturmvögel. Sein Frack hilft ihm dabei zu überleben. Schwimmt ein Feind unterhalb des Pinguins, sieht er den weißen Bauch, der den Pinguin gut gegen den hellen Himmel tarnt. Wenn ein Feind jedoch den Pinguin von oben sieht, schaut er auf die schwarze Seite des Pinguins, die sich wiederum gegen die dunklen Meerestiefen kaum abhebt.

Viele weitere Anpassungen sorgen dafür, dass der Pinguin gut in seiner Umwelt zurecht kommt. Sein dichtes Federkleid mit Ölfilm, die Daunen und die dicke Fettschicht sorgen dafür, dass er nicht erfriert.

Auch die Füße weisen eine Besonderheit auf. Das warme Blut, das in die Füße strömt, wird direkt an den Adern vorbeigeführt, in denen kaltes Blut wieder in den Körper zurückströmt. Die Temperaturen beider Adern gleichen sich an. Der Pinguin hat so immer kalte Füße und verliert nicht so viel Wärme an die Umgebung. Außerdem kann er so am Eis nicht festfrieren.

Der Pinguin hat sich an seinen Lebensraum angepasst.

Autor: Andrea Behrens
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 14. Oktober 2017)

Mit Müll die Welt verbessern

07.10.2017

Du hast deinen Joghurt ausgelöffelt und wirfst ihn anschließend in die Wertstofftonne oder den gelben Sack. Aber hast du dich schon einmal gefragt, was eigentlich mit unserem Plastikmüll passiert und warum es so wichtig ist, Müll zu trennen?

"Abfall ist eine moderne Rohstoffquelle. So wird beispielsweise aus Altpapier wieder neues Papier und auch aus Kunststoff entstehen viele neue Produkte", erklärt Susanne Jagenburg von Alba, in Braunschweig zuständig für die Abfallentsorgung und das Recycling. "Der Abfall aus der gelben Wertstofftonne wird nach der Abholung in der Sortieranlage in Watenbüttel in zwölf verschiedene Materialarten getrennt." Die aussortierten Stoffe, also Alu, verschiedene Kunststoffarten, Getränkekartons und mehr, werden gepresst und gehen anschließend in die Verwertung. Kunststoff wird eingeschmolzen und mit Zusatzstoffen versetzt. Das dabei entstehende Kunststoffgranulat - kleine Plastik-Kügelchen - verarbeitet die Industrie zu neuen Plastikprodukten, zum Beispiel Waschmittelflaschen, Transportboxen oder auch Textmarkern.

"Recycling schont natürliche Ressourcen und das Klima", sagt Jagenburg. Neues Plastik wird nämlich aus Rohöl gemacht. Das findet man tief in der Erde. Aber es gibt nicht unendlich viel davon, und seine Verarbeitung stößt Treibhausgase aus. Durch Recycling werden diese Negativeffekte auf die Umwelt vermieden. Mitmachen lohnt sich also!

Alle gelben Säcke werden in eine Sortieranlage gebracht.

Autor: Maria Frommhold
(erschienen in der Braunschweiger Zeitung am Samstag, den 07. Oktober 2017)

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