Presse (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Martina Lienhop)

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28.11.2017

Die Mission CASSINI-HUYGENS zum Saturn – Enthüllungen und Geheimnisse, Überraschungen und offene Fragen

Zum diesjährigen Abschluss der Veranstaltungsreihe Astroherbst laden das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und das Haus der Wissenschaft Braunschweig am 4. Dezember 2017 um 19 Uhr in die Aula des Haus der Wissenschaft ein. Dr. Norbert Krupp vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen berichtet über die dreizehnjährige intensive Erforschung des Saturn und seiner Monde durch die Raumsonde CASSINI und den Lander HUYGENS, durch die unser Wissen über das System des geheimnisvollen Ringplaneten spektakulär erweitert wurde.

Saturn mit seinen Ringen und zahlreichen Monden galt schon immer als einer der geheimnisvollsten Planeten unseres Sonnensystems. Nach den ersten Nahaufnahmen durch die Raumsonden VOYAGER-1 und -2 um 1980/81 hatte man einen ersten Eindruck davon gewonnen, was für unerwartete dynamische Phänomene in dieser Welt ablaufen. Zwischen 2004 und 2017 hat die NASA-Raumsonde CASSINI zusammen mit dem mitgeführten europäischen Lander HUYGENS für den großen Saturnmond Titan zahlreiche Entdeckungen gemacht: Die Feinstruktur der Saturnringe und der Aufbau des Planeten selbst wurden ebenso erforscht wie die Landschaft auf Titan, der sogar eine dichte Atmosphäre und "Gewässer" aus organischen Flüssigkeiten besitzt. Vor allem aber führte die Naherkundung der kleineren Saturnmonde zu sensationellen Erkenntnissen: Der zweite Saturnmond Enceladus besitzt unter einem Eispanzer einen tiefen Ozean flüssigen Wassers, welches durch Spalten im Eis nach oben dringt und in Form riesiger Geysire in den Weltraum geblasen wird. Die Energie hierfür stammt aus der Gezeitenreibung im Inneren des Enceladus, die den Ozean warm hält und vielleicht sogar heiße Quellen am Meeresgrund antreibt. Dadurch wird Enceladus zu einem "heißen" Kandidaten für einfaches außerirdisches Leben. Um ihn und die anderen Saturnmonde auf keinen Fall durch mitgebrachte irdische Mikroorganismen zu kontaminieren, ließ man die Raumsonde CASSINI nach dem Ende der Mission im September diesen Jahres gezielt in der Atmosphäre des Saturn verglühen.
Zum Referenten: Dr. Norbert Krupp hat nach einem Physikstudium an der Universität Kaiserslautern 1994 am Institut für Geophysik und extraterrestrische Physik der Technischen Universität Braunschweig promoviert. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt an der John-Hopkins-Universität (USA) arbeitet er seit 1995 am Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Göttingen an verschiedenen Planetenmissionen.

Termin:
Astroherbst
Die Mission CASSINI-HUYGENS zum Saturn - Enthüllungen
und Geheimnisse, Überraschungen und offene Fragen
Referent: Dr. Norbert Krupp, Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, Göttingen
Montag, 4. Dezember 2017, 19 Uhr
Haus der Wissenschaft Braunschweig, Aula (3. OG), Pockelsstr. 11
Der Eintritt ist frei


Astroherbst
Astroherbst widmet sich an fünf Montagen im Herbst den Entwicklungen der Astronomie und neuesten Erkenntnissen in der Raumfahrtforschung. Gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) präsentiert das Haus der Wissenschaft Braunschweig renommierte Expertinnen und Experten, die den heutigen Stand von Forschung und Technik erläutern. Im Anschluss an die Vorträge können Fragen an die Referentinnen und Referenten gestellt und diskutiert werden.

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Das DLR ist das nationale Forschungszentrum der Bundesrepublik Deutschland für Luft- und Raumfahrt. Seine umfangreichen Forschungs- und Entwicklungsarbeiten in Luftfahrt, Raumfahrt, Energie, Verkehr und Sicherheit sind in nationale und internationale Kooperationen eingebunden. Über die eigene Forschung hinaus ist das DLR als Raumfahrt-Agentur im Auftrag der Bundesregierung für die Planung und Umsetzung der deutschen Raumfahrtaktivitäten zuständig. Zudem fungiert das DLR als Dachorganisation für den national größten Projektträger.

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Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog zwischen der Forschung und anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kultur, Stadt sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

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