Presse (Foto: ©Studierende der Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Martina Lienhop)

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21.09.2017

Schule: Besser als ihr Ruf?

Tatsachen? Forschung unter der Lupe am Donnerstag, den 28. September 2017 ab 19 Uhr im Haus der Wissenschaft Das Thema Schule weckt viele Emotionen, denn Schüler war jeder mal, die eigenen Kinder gehen zur Schule und im Bekanntenkreis gibt es meist auch Lehrer, die aus ihrem Alltag berichten. Genauso vielfältig wie die Emotionen dazu sind auch die Meinungen. Was guter Unterricht ist, was innovative Unterrichtsmethoden bringen oder ob die Schule ihren Fokus gänzlich verschieben muss, diskutieren 28. September 2017 Expertinnen und Experten aus Schule, Wissenschaft und Politik im Haus der Wissenschaft Braunschweig.

Schule und Bildungspolitik sind Themen, zu denen viele Menschen eine Meinung haben und meist glauben, es besser zu wissen als ausgebildete Pädagogen. Symptomatisch dafür ist das medienwirksame Auftreten selbsternannter Bildungsexperten die immer wieder "Bildungsrevolutionen" fordern und beispielsweise mit großem Erfolg Bücher verkaufen, in denen sie ihre Patentrezepte für eine bessere Schule anpreisen. Wissenschaftlich fundierte Belege findet man dort meist jedoch nicht. Dem gegenüber steht die Studie des neuseeländischen Bildungsforschers John Hattie. Der Professor für Erziehungswissenschaften wertet in einer Meta-Analyse unterschiedlichste Unterrichtskonzepte hinsichtlich ihres Lernerfolgs aus - und erhält am Ende eine Art Best-Practice-Anleitung für guten Unterricht. Die daraus resultierenden Erkenntnisse widersprechen alten Überzeugungen, aber auch innovativen Unterrichtsansätzen. Vielmehr seien die Arbeitsweise und Persönlichkeit des Lehrers einer der wichtigsten Faktoren für den Lernerfolg der Kinder. Entscheidend sei, dass der Lehrer sich immer wieder Feedback bei den Schülern einholt und den Lernerfolg überprüft. Lehrergeleiteter Unterricht wirke sich positiver auf den Lernerfolg aus als offenere Lernformen, Gruppenarbeit und jahrgangsübergreifender Unterricht.

Zu den Erkenntnissen der "Hattie-Studie", ihrer Umsetzung in Schulen, bestehenden Problemen und Herausforderung diskutiert Moderator Jens Lubbadeh mit folgenden Referenten und Referentinnen:

  • Ursula Hellert, Gesamtleiterin des CJD Braunschweig
  • Ilona Gerhardy-Grotjan, Schulleiterin der Hoffmann-von Fallersleben-Schule, Braunschweig
  • Dr. Marcus Friedrich, Institut für Pädagogische Psychologie, Technische Universität Braunschweig
  • Christoph Bratmann, Mitglied des Niedersächsischen Landtags

Weitere Informationen zur Veranstaltungsreihe und zur Veranstaltung finden Sie unter: www.hausderwissenschaft.org/tatsachen

Gern arrangieren wir bei Interesse Interviews mit den Expertinnen und Experten.

Die Veranstaltungsreihe Tatsachen? Forschung unter der Lupe wird 2017 gemeinsam vom Haus der Wissenschaft Braunschweig und den Partnern - Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, Leibniz-Institut DSMZ-Deutsche Sammlung von Mikroorganismen und Zellkulturen GmbH, Ostfalia Hochschule für angewandte Wissenschaften, Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Technische Universität Braunschweig, Johann Heinrich von Thünen-Institut - organisiert.

Termin: Schule: Besser als ihr Ruf?
Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Diskussion Donnerstag, 28. September 2017, 19 Uhr
Haus der Wissenschaft Braunschweig, Aula (3. OG), Pockelsstr. 11
Der Eintritt ist frei

Tatsachen? Forschung unter der Lupe
Die Veranstaltungsreihe präsentiert spannende und aktuelle Wissenschafts-themen. Führende Experten diskutieren mit dem Publikum über kontroverse Themen. Das Format lässt viel Interaktion mit den Referenten zu und gibt dem Publikum Gelegenheit zur Diskussion. Die Veranstaltungs-reihe wird gemeinsam vom Haus der Wissenschaft Braunschweig und Partnern aus der Forschungsregion Braunschweig organisiert.

Haus der Wissenschaft Braunschweig GmbH
Das Haus der Wissenschaft Braunschweig ist eine Plattform für den Dialog der Wissenschaft mit anderen gesellschaftlichen Bereichen. Es fördert die Wissenschaftskommunikation und die fächerübergreifende Vernetzung der Wissenschaft mit Wirtschaft, Kommunen, Bildungsträgern und Medien sowie mit der interessierten Öffentlichkeit. Als Experimentier- und Lernort bietet es spannende Veranstaltungen und Ausstellungen für Menschen jeden Alters.

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Britta Eisenbarth
Fon (0531) 391 - 2157